CHECKPOINT-CHARLIE-STIFTUNG Berlin am 15. September 2009 = 19 Uhr: Vortrag RA Blöcker: Carl Hau - Rechtsanwalt, TRechtsprofessor -Mörder? in der Europäischen Akademie Berlin Grunewald +++ Engagement ist gefordert! Wir möchten über die Strafe diskutieren. Gibt es ein Leben ohne Strafe? Was ist Strafe? Wer bestimmt Strafe? Macht Strafe einen besseren oder einen schlechteren Mitmenschen?

Filme zum Thema HAU

Neue Medien - "der Schicksalsträger"

Carl Hau war nach seiner Entlassung aus der Haft "ein gefragter Mann". Neben seinen Büchern "Todes-Urteil" und "Lebenslänglich" wurde ein Film produziert, der nicht nur das Schicksal von Carl Hau sondern auch die Randfiguren, das Mordopfer Josefine Molitor und Fräulein Olga Molitor, darstellte.

"Karl Hau - Träger eines Menschenschicksal"

so lautete ein Filmstreifen, welcher 1925 der Filmprüfstelle und danach 1926 der Oberfilmprüfstelle Berlin vorgespielt wurde. Inhalt dieser Vorführung waren das Panorama von Baden-Baden mit Villa Molitor und der Mordstelle von 1907. Weiterhin Hau in Person, das Schwurgericht Karlsruhe und der Filmabschluss mit einem aufgeworfenen Grab und dem Filmabscluss-Titel: "Wie groß auch seine Schuld - er hat ge-sühnt."

Die als Gericht fungierende Oberfilmprüfstelle stellte klar, dass dieser Film nichts mit dem Sensations-prozess, sondern nur mit den hiervon getrennt angedeuteten Personen zu tun hatte.

Die Oberprüfstelle bejahte aber eine Störung der öffentlichen Ordnung, da mit diesem Film ein Verbre-chen unter Mitwirkung des Täters zum Geschäft gemacht wurde und unter Anspielung der niederen Instinkte des Publikums in unzulässigerweise Sensationseffekte zu Geld gemacht werden.

Fazit - das Urteil: "Die Aufführung des Films im Deutschen Reich wird verboten!"



Oberfilm-Prüfstelle Zensur-Gericht

Rechtsanwalt Dr. Walther Friedmann

Inhalt des Films

Ablichtungen im Umfeld der Beteiligten

Kein Bezug zum Schwurgericht

aber zu den Orten und Personen

Verbrechen wird zu Geld gemacht

Film spekuliert auf niedere Instinkte

Öffentliche Ordnung gefährdet

Keine Zulassung für Lichtspielhäuser


Tod in Rom
Ausstellung in Karlsruhe