kennzeichnet die Beziehungen zwischen Jäger und Wilderer. Gemeinsam ist ihnen die Jagdlust.
Wilderer der Neuzeit: Verbrecher ohne Klischee
Die Wilderer der Neuzeit passen nicht in das verklärte Bild der glühenden Alpen-Romantik. Sie jagen mit Geländewagen, eingestellten Scheinwerfern und aufgesetztem Schalldämpfer. Und dieses Verhalten dient nicht der Versorgung mit Wildbret, sondern der Jagd nach Trophäen. Diese Täter laufen keinem verletzten Tier nach. Sie kennen keine Gnade und scheuen auch nicht den weitesten Weg, um in Afrika und anderswo geschützte Tiere umzubringen.
Dubiose Jäger: Diplomaten und Touristen
Reinhard Mey hat sie besungen: Die Diplomaten-Jagd. Ein illustres Treffen, bei dem regelmäßig das Wild von rechts und links vor die Flinte getrieben wird und selbst der kurzsichtigste Diplomat das Erfolgserlebnis eines Blattschusses erleben darf. So gesehen wird hier die alte Lust der Territorialfürsten gefördert. Inzwischen dürfen auch Touristen teilnehmen an unfairen Jagd-Veranstaltungen, bei denen ihnen je nach Vorauskasse ein Hase oder ein Bär zugetrieben wird. Ein Jagdschein, die Minimalbescheinigung für Hege und Pflege des Wilds ist in der Regel nicht erforderlich.